Kreisjägerschaft
Siegerland-Wittgenstein e.V.

im Landesjagdverband
Nordrhein-Westfalen e.V.
 
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Vermehrungsfreudig und Schädling für
die Landwirtschaft: das Wildschwein

 

Erfolg der Nachtarbeiter

Rekordzahlen beim Abschuss von Schwarzwild

Mit geringeren Schäden durch Wildschweine rechnet in diesem Jahr die Kreisjägerschaft Siegerland-Wittgenstein. Recht zufrieden verweist Vorsitzender Heinz-Hartmut Müller auf die Abschusszahlen der vergangenen beiden Jahre, die sich positiv auf die landwirtschaftlichen Flächen auswirken dürfte. Müller spricht den vielen Pächtern und ihren Jagdhelfern den Dank für diese Leistung aus: „Wer weiß, wie viele Stunden Ansitz bis tief in die Nächte und zum frühen Morgen notwendig sind, kann diese Abschusszahlen würdigen“. 

Für die Bejagung der Sauen mussten die heimischen Jäger wegen der Schweinepest in den letzten Jahren zusätzliche Überstunden machen. Im Schweinepest-Beobachtungsgebiet, zu dem die größten Teile des Kreisgebietes zählen, dürfen Sauen nicht im Wald aufgebrochen werden, um eine mögliche Ausbreitung der für Hausschweine tödlichen Seuche zu verhindern. Jäger müssen deshalb nach dem Schuss die Tiere zu zentralen Stellen fahren, wo sie hygienisch isoliert aufgebrochen werden können. Hier verbleibt das Wildbret so lange, bis die Veterinärmediziner des Kreises die Unbedenklichkeit des Fleisches bestätigt haben. Das Vorgehen, das dem Schutz der Hausschweine dient, verlangt deshalb den Jägern manche nächtliche Fahrt nach Siegen oder Bad Berleburg ab. 

Insgesamt haben die heimischen Jäger im Kreisgenbiet im Jagdjahr 2010/2011 insgesamt 2931 Keiler, Bachen, Überläufer und Frischlinge erlegt.  Das entspricht einer Steigerung um etwa 80 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

Trotz all des zusätzlichen Aufwands haben sich die heimischen Jäger der Herausforderung gestellt. Wildschweine gelten als äußerst intelligente Tierart, die es dem Jäger nicht leicht machen. Als Kulturfolger sind sie besonders anpassungsfähig und suchen ihre Nahrung auch in den Hausgärten oder auf Friedhöfen. Der zunehmende Anbau von Energiepflanzen wie Mais oder Raps bis an die Waldränder stellt dazu eine Einladung an die schlauen Sauen dar, die äußerst mobil sind und bisweilen 20 Kilometer in einer Nacht zurücklegen und dann unerwartet in zuvor ruhigen Revieren auftauchen. 

So wuchsen die Zahlungen der Revierpächter für die Wildschäden und übersteigen bisweilen sogar die Pachtpreise. Immer häufiger kommt es vor, dass Jäger diese Belastungen nicht mehr ­tragen können und aussteigen. 

Doch erst einmal gibt es Zeit zum Durchatmen. Denn der strenge Winter 2010 hat den Sauen kräftig zugesetzt und die Bestände dezimiert. Das starke Mastjahr der Eichen sorgt gerade jetzt dafür, dass die Wildschweine umliegende Felder und Wiesen verschonen und in den Wäldern bleiben. Dort sind sie keine Schädlinge, weil sie keine Bäume schädigen und sogar mit ihren kräftigen Rüsseln die Waldboden belüften und Schädlinge vertilgen. 

Auf Dauer werden aber wieder die Jäger gefragt sein, sollten nicht die Pläne eines phantasievollen Politikers umgesetzt werden. Der forderte im letzten Jahr den Einsatz der Streitkräfte gegen den borstigen Feind im Wald. 

 

 

Jagdzeiten und Termine

Jagdbar im Februar:

Kaninchen, Füchse
Steinmarder, Iltisse, Hermeline
Ringeltauben, Türkentauben
Höckerschwäne, Blässhühner
Aaskrähen, Elstern

Jungkaninchen, Jungwaschbären,
Jungmarderhunde, Jungfüchse
und Frischlinge (Für den Kreis
Siegen-Wittgenstein ist aus Gründen
der Wildseuchenbekämpfung 
- Schweinepest - die Schonzeit für
Überläuferkeiler und nicht führende
Überläuferbachen aufgehoben)

Hier alle Jagdzeiten in NRW

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Jagdzeiten und Termine

Jagdbar im Februar:

Kaninchen, Füchse,
Marderhund,
Steinmarder, Iltisse, Hermeline,
Elstern (bis 28.2.)

Jungkaninchen, Jungwaschbären,
Jungmarderhunde, Jungfüchse
und Frischlinge (Für den Kreis
Siegen-Wittgenstein ist aus Gründen
der Wildseuchenbekämpfung 
- Schweinepest - die Schonzeit für
Überläuferkeiler und nicht führende
Überläuferbachen aufgehoben)

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