
Kreisjägerschaft
Siegerland-Wittgenstein e.V.
im Landesjagdverband
Nordrhein-Westfalen e.V.
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Steuer auf ehrenamtliche Arbeit: Nein Danke!
Der scheidende Vorsitzende Reinhold Klenner sprach in seinem Jahresbericht die aktuellen Entwicklungen rund um die Jagd und die Jägerschaft an. So hat der Grüne Umweltminister Johannes Remmel die Wiedereinführung der Jagdsteuer ins Gespräch gebracht, die 2010 nach einem Jahre langen Tauziehen vom nordrhein-westfälischen Landtag abgeschafft worden war. Die Kreisjägerschaften hatten daraufhin vielerorts, so auch in Siegen-Wittgenstein, mit den Kreises Verträge abgeschlossen, nach denen die Jäger neben ihren vielfältigen Aufgaben in der Pflege von Natur und Landschaft, dem Schutz von Wildtieren und bedrohten Tierarten sowie der Erhaltung eines artenreichen und gesunden Wildbestandes auch die Entsorgung von Fallwild, beispielsweise nach Unfällen, übernehmen. Klenner machte vor den Jägern aus dem Siegerland und aus Wittgenstein in der Deuzer Mehrzweckhalle deutlich, dass für die Pläne Remmels auch die Änderungen im Kommunalabgabengesetz notwendig seien.
Die Jägerschaft distanziert sich von einem Pilotprojekt der Bonner Forschungsstelle für Jagdkunde und Wildschadenverhütung, nach der künftig in einem Olper Revier Rehböcke über den 15. Oktober hinaus bis Ende Januar bejagt werden dürfen. Die Waidleute sind über dieses Projekt auch deshalb so verärgert, weil die Forschungsstelle des Landesbetriebs Wald und Holz wesentlich aus Mitteln der Jägerschaft finanziert wird.
Für Unsicherheit hat im vergangenen Jahr die neue Fütterungsverordnung des Landes gesorgt. Das Landesjagdgesetz erlegt es den Revierinhabern auf, eine winterliche Notsituation für die Tiere festzustellen und dem Schalenwild durch Futterstellen zu helfen. Nach anderen Verordnungen stehe diese Feststellung den Veterinärämtern zu, die aber nicht tätig würden.
Das Schrotschießen auf dem Stand der Kreisjägerschaft in Röspe bei Birkelbach ist vorerst weiter verboten. Fördermittel des Landes seien in Aussicht gestellt, um die Auflagen der Umweltbehörden umzusetzen. In Eichen soll der Schießstand des dortigen Schützenvereins um eine Anlage erweitert werden, auf der die Jäger den Schuss auf einen laufenden Keiler üben können. Diese Disziplin ist seit jetzt auch Prüfungsfach für die Jungjäger, da man in der obersten Jagdbehörde davon ausgeht, dass die hohen Schwarzwildbestände es notwendig machen, die Tiere auch in Bewegung erlegen zu können. Der neue Stand wird vom Landesjagdverband sowie den Jägerschaften in Olpe und Siegen-Wittgenstein mit finanziert.
Bei den Vorstandswahlen wurden Heinz-Albrecht Beitzel (Bad Berleburg) als Stellvertreter, Karin Flick (Wilnsdorf) als Geschäftsführerin sowie Reinhard Zacharias (Bad Berleburg) als Schatzmeister bestätigt. Als neue Beisitzer wählte die Versammlung Klemens Mehrer aus Siegen und Alexander Jung (Burbach-Neunkirchen). Norbert Wickel aus Bad Berleburg tritt die Nachfolge von Christian Bernshausen als Schriftführer an, der nicht wieder kandidierte.
Die Mitglieder-Statistik, die Reinhard Zacharias vortrug weist wachsende Zahlen bei den heimischen Jägern aus. Rund 300 Austritten und Todesfällen standen in den vergangenen vier Jahren 382 Neumitglieder gegenüber. Frauen bleiben mit 121 von 1582 Mitgliedern bei den Grünröcken in der Minderzahl, wenn auch die Zahl der Teilnehmerinnen an Jungjägerkursen einen deutlich höheren Anteil aufweist. Den größten Teil in der Alterspyramide machen mit rund 58 Prozent die 25- bis 60-Jährigen aus, etwa 37 Prozent sind über 60 Jahre.
Henning Setzer wurde bei der Versammlung der Kreisjägerschaft mit der KJS-Nadel in Silber, Klaus Sebastian und Gunnar Horstkott mit der Nadel in Gold ausgezeichnet. Die DJV-Nadel in Bronze erhielten Reinhard Zacharias und Hans-Dieter Müller, in Silber Christian Bernshausen. Das LJV-Abzeichen in Silber bekam Armin Gieseler überreicht. Karl Herling und Hermann Schmidt wurden zu Ehrenmitgliedern der Kreisjägerschaft Siegerland-Wittgenstein ernannt.

Ehrungen bei der Kreisjägerschaft (stehend von links nach rechts): Hans-Siegfried Müller, Henning Setzer, Klaus Sebastian, Arno Gieseler, Reinhard Zacharias, Christoph Bernshausen. (Sitzend Heinz-Hartmut Müller und am Mikrophon Reinhold Klenner) |

Jagdzeiten und Termine
Jagdbar im Februar:
Kaninchen, Füchse
Steinmarder, Iltisse, Hermeline
Ringeltauben, Türkentauben
Höckerschwäne, Blässhühner
Aaskrähen, Elstern
Jungkaninchen, Jungwaschbären,
Jungmarderhunde, Jungfüchse
und Frischlinge (Für den Kreis
Siegen-Wittgenstein ist aus Gründen
der Wildseuchenbekämpfung
- Schweinepest - die Schonzeit für
Überläuferkeiler und nicht führende
Überläuferbachen aufgehoben)
Hier alle Jagdzeiten in NRW
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Jagdzeiten und Termine
Jagdbar im Februar:
Kaninchen, Füchse,
Marderhund,
Steinmarder, Iltisse, Hermeline,
Elstern (bis 28.2.)
Jungkaninchen, Jungwaschbären,
Jungmarderhunde, Jungfüchse
und Frischlinge (Für den Kreis
Siegen-Wittgenstein ist aus Gründen
der Wildseuchenbekämpfung
- Schweinepest - die Schonzeit für
Überläuferkeiler und nicht führende
Überläuferbachen aufgehoben)
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