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Jägerprüfung 2011 in Eichen
Mit der dritten von drei Prüfungen hatten die erfolgreichen Teilnehmer der drei Jagdkurse in Siegen-Wittgenstein den Jägerbrief und damit die Erlaubnis zum Jagen in der Tasche.
12 der 30 zur Jägerprüfung angemeldeten Frauen und Männer hatten es nicht geschafft und können Teile der Prüfung im September erneut angehen oder im kommenden Jahr wieder antreten. Auch in anderen Landesteilen gab es ähnliche Ergebnisse. Der Jagdschein ist und bleibt eine große Herausforderung. So forderte der Vorsitzende der Kreisjägerschaft Siegen-Wittgenstein, Heinz-Hartmut Müller, die Jungjäger nicht nur zur waidgerechten Jagd, sondern auch zur Offenheit gegenüber den anderen Waldnutzern auf. Kreisverwaltungsdirektor und Vorsitzender der Prüfungskommission Henning Setzer unterstrich ebenfalls die Notwendigkeit, sich der öffentlichen Diskussion zu stellen.
Die erfolgreichen Prüflinge werden nun – unabhängig vom Alter - für drei Jahre lang Jungjäger genannt. Diese Zeit dient dazu, das Lehrbuchwissen in der Praxis umzusetzen und von erfahrenen Jägern zu lernen. Erst danach kann der Jägerjahrgang 2011 auch selbst Reviere pachten.
Die Jungjäger kommen aus den unterschiedlichsten Berufen, Facharbeiter und Physiotherapeuten, vom Uni-Dozenten bis zum Forstwirt, von der Tierärztin bis zu Verwaltungsangestellten. Fast alle haben schon über Jahre Kontakte zu Jägern und zur Jagd. Ob ein Handwerksmeister kurz vor dem Ruhestand, der seit Jahrzehnten als Treiber bei vielen Jagde mitgewirkt hat, oder die Ehefrau, die nach vielen gemeinsamen Fotowanderungen nun auch die Jagdleidenschaft mit ihrem Partner teilen wird.
Fakten zum Thema Jägerprüfung:
Zur Prüfung kann sich jeder anmelden, der die ensprechenden Vorkenntnisse hat und nicht vorbestraft ist. Die meisten Prüflinge nehman aber en rund acht Monate dauernden Lehrgängen teil, bei denen sie sich an zwei Abenden in der Woche sowie samstäglichem Schießtraining vorbereiten. Die Kurse werden von mehreren privaten Jägerschulen angeboten.
Die Prüfung gliedert sich in eine schriftliche-, eine mündlich-praktische- und eine Schießprüfung.
Die schriftliche Prüfung findet landesweit zeitgleich mit einheitlichen Prüfungsbögen statt, die unmittelbar vor dem Test dem versiegelten Umschlag entnommen werden. Die Prüfung gliedert sich in vier Sachgebiete: Tierarten/Wildbiologie/Naturschutz, Jagdbetrieb/HundeWildkrankheiten und Sicherheit, Waffentechnik sowie Jagdrecht/Waffenrecht und Naturschutzrecht. Je 25 Fragen sind dazu je Sachgebiet aus einem Katalog von insgesamt 500 Prüfungsfragen zu beantworten.
Bei der Schießprüfung wird auf 100 Meter eine Rehbock-Scheibe beschossen, außerdem der Kipphase und der laufende Keiler.
Im mündlich-praktischen Teil werden die angehenden Jägern in Dreiergruppen von fünf erfahren Jägern sowie Vertretern der Unteren Jagdbehörde etwa zwei Stunden lang in den vier Sachgebieten geprüft.
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